Halbzeit 2016 – Kernkompetenzen, Markenbildung, selektive Online-Shopper und Konjunktur

Juli 1st, 2016

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

als wir im Jahre 2009 hier auf Fleischer/Metzgerblog erstmals die „Halbzeit-Serie“ auflegten, hat die „Halbzeit-Thematik“ zwischenzeitlich alljährlich einen festen Platz unter den Beiträgen errungen. Der anhaltende Verdrängungswettwerb in der Lebensmittelbranche, die Herausforderungen der Digitalisierung, Innovationsdruck und laufender Wandel der Kundenansprüche verlangen nach Antworten.

So könnten Sie auch dieses Jahr wieder anlässlich der beginnenden Sommerferien und dem damit verbundenen signifikanten Wandel der Kundenstruktur eine Cäsur setzen. Und beim Vergleich von Umsatzerlösen und Ergebnis der beiden ersten Halbjahre 2015 und 2016 nach den Ursachen für möglicherweise signifikante Veränderungen suchen.

Konjunktur

Deutschland hat zur Zeit eine überwiegend vom Konsum getragene Konjunktur. Die anhaltende Niedrigzinsphase evoziert eine hohe Grenzneigung zum Konsum. Der typische „qualitäts- und preisbewusste, anspruchsvolle Verbraucher von heute“, nämlich DER typische Kunde Ihrer Fleischerei/Metzgerei „betritt“ Ihr Ladengeschäft oder Ihren Onlineshop mit einer ganz bestimmten Erwartungshaltung.

Website

Und natürlich ist er beim Besuch in Ihrer Fleischere/Metzgerei bereits bestens über Ihr aktuelles Angebot und auch das Ihres Wettbewerbs informiert, da er sich bereits am häuslichen PC oder mobil von unterwegs aus per Smartphone sachkundig gemacht hat.

Der selektive Onlineshopper, Frische-Automat und Aktualität

Denn der Kunde von heute ist zunehmend MOBIL. Eine laufend aktualisierte Website mit den richtigen, zeitgemäßen Keywords, eine Moderne Website mit Responsive Design erleichtern dem Mobile User die Kontaktaufnahme und die für einen Besuch oder eine Bestellung so wichtige VERWEILDAUER. Der selektive Online-Shopper, der während seiner Einkaufsreise – kanal-übergreifend – zwischen stationär und online pendelt, wird sicherlich auch in Ihrem Geschäft -bei richtiger Aufstellung- eine zunehmende Bedeutung erlangt haben. So könnte auch bei Ihnen im ersten Halbjahr 2016 die Zahl derjenigen Kunden zugenommen haben, die sich zunächst stationär im Ladengeschäft nach dem Motto „mit allen Sinnen genießen“ haben beraten lassen, um sodann später online zu kaufen und sich die Produkte liefern zu lassen.

Das heißt gleichzeitig: Je mehr bei Ihnen online eingekauft wird, umso wichtiger wird der Lieferservice.

Und natürlich schenken Sie auch Ihrem Frische-Automaten vor Ihrem Ladengeschäft Aufmerksamkeit und achten auf gute Bestückung. Ein MOBILER USER wird es Ihnen danken, wenn er sich außerhalb Ihrer Geschäftszeiten über den Grad der Bestückung, die Warenverfügbarkeit  via Ihre WebCam VOR seinem eventuellen  Besuch informieren kann.

 

Stationäres Geschäft und Markenbildung

Natürlich machen Sie mit Ihrem Ladengeschäft, mit Ihrem Produkt-Angebot und Ihrer Dienstleistung eine ganz bestimmte Aussage. Der Kunde hat ein ganz bestimmtes (Vor)-Urteil zu ihrem Geschäft. Je konstanter Sie in Ihren Leistungen sind, je mehr Sie sich einer MARKE nähern, die eine ganz bestimmte Leistung zu erbringen verspricht, umso mehr Kauf entscheidende Emotionen setzen Sie frei.

Je besser Sie Ihre KERN-Kompetenz (z.B. Qualitäts-Konstanz, Regional-Einkauf, moderne Bezahlsysteme, Vertrauen) in Print und Digital vermitteln, umso größer wird Ihr Alleinstellungsmerkmal mit den signifikanten Folgen für Wahrnehmung und Bevorzugung Ihres Geschäftes.

Je mehr Ihrer (Stamm)-Kunden Ihre handwerklichen Qualitätsprodukte nicht nur für sich selber sondern auch gelegentlich als GESCHENK für andere einkaufen, umso weiter sind Sie auf dem Weg zur Markenbildung fortgeschritten.

 

Die Verknüpfung Ihrer Qualitätsprodukte mit Ideen

Besuche von Fachmessen, wie im ersten Halbjahr 2016 ein Besuch der Frankfurter IFFA gehören für Sie sicherlich zum Pflichtprogramm. Und Maßnahmen zur Optimierung von Produktqualität und Herstellungskosten gehören auch dieses Jahr wieder zu Ihrer Agenda. Denn: Auch der konservativste unter Ihren Kunden ist gelegentlich aufgeschlossen für neue Empfehlungen und besondere Anregungen, wie er Ihre handwerklichen Erzeugnisse genießen könnte. Und vielleicht haben Sie bereits dieses Halbjahr Zusatz-Umsatz generiert, indem Sie Verwendungs-Situationen oder Verzehranlässe Ihrer Produkte visualisiert haben oder Ihre Erzeugnisse einfach mit neuen Rezept-Ideen für den Kunden verknüpft haben.

 

Wider den Mainstream

Haben Sie schon mal gegen vermeintlich feststehende Regeln der Branche verstoßen? Kennen Sie den Wahlspruch „Lerne die Regeln – UND BRICH SIE!“?

Haben Sie schon mal Ihre Öffnungszeiten verlängert – und zwar nicht in die Abendstunden, wie das die Supermärkte und Discounter betreiben – sondern vorgezogen in die frühen Morgenstunden?

Haben Sie Erfahrungen mit einer „Happy Hour“ oder einem „Happy Monday“ und einem zeitlich begrenzten und deutlich wahrnehmbaren Preisnachlass auf einen oder mehrere Ihrer (saisonalen) Renner?

Mit welchem Resultat?

 

Umsatz-Generatoren

Saison-Produkte wie z. B. Spargel, die sich hervorragend mit Schinken und Wurstwaren Ihres Betriebes kombinieren lassen, spektakuläre Ereignisse, die OHNE Ihr Zutun Kauf entcheidende Emotionen hervorrufen, sind ein willkommener Umsatztreiber. So sollen während besonderer Fußball-Ereignisse in den Halbzeitpausen vermehrt Sonderbestellungen in Fleischereien/Metzgereien eingegangen sein. – Und hier schließt sich der Kreis zum selektiven Onlineshopper, der via Smartphone hier aktiv geworden ist.

Innovationsquote

Und als regelmäßiger Leser der Fleischer/Metzgerblog-Beiträge werden Sie sicherlich auch dieses Mal wieder jahresübergreifend vergleichend überprüfen, wieviel Prozent Ihres diesjährigen Halbjahresumsatzes Sie mit Produkten erzielt haben, die Sie in den letzten zwei oder drei Jahren kreiert haben. Denn Ihre Innovationsquote ist und bleibt eine bedeutende Basis und ein wesentlicher Gradmesser Ihres Erfolges.

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Analyse, konkrete Rückschlüsse, die richtigen unternehmerischen Investitions-Entscheidungen, Gesundheit und das nötige Quäntchen Glück für das zweite Halbjahr 2016.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel”

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
zurück zur Startseite

Und was kommt danach?

Juni 21st, 2016

Ein Leben nach der Europameisterschaft

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

sicherlich haben auch Sie längst die Impulse nutzen können, die ein Emotionen stiftendes Groß-Ereignis generiert. So haben Sie Ihr Angebot temporär durch Sonder-Angebote ergänzt, haben den einen oder anderen Ihrer Bestläufer um eine ereignis-spezifische Varietät gestreckt und freuen sich, welch großer Beliebtheit sich Ihre Fan-Wurst erfreut. Auch die Gespräche in Ihrem Ladengeschäft kreisen durchaus um das derzeit angesagte Thema. Und wahrscheinlich ist auch Ihr Ladengeschäft entsprechend dekoriert, Flyer liegen aus und Ihre Website sowie ein eventueller Online-Shop sind aktualisiert. Und wiederum stellen Sie fest, wie kostengünstig (nämlich OHNE wesentlichen Werbeaufwand) ein spektakuläres Ereignis von Ihnen zur Umsatzsteigerung genutzt werden kann, indem Sie Ihr Angebot auf die extern geschürten Wünsche und Erwartungen Ihrer Kundschaft ausrichten und Ihre Produkte als Wunscherfüller einfach nur „nachreichen“.

Doch auch ein fußballerisches Großereignis geht irgendwann einmal zu Ende. Die Euphorie ist dann verflogen. Der Alltag kehrt wieder ein. Produkte Ihres Grundsortiments, die vorübergehend ein wenig in Vergessenheit geraten sein könnten, werden wieder verstärkt nachgefragt. Sie stellen also einen deutlichen Kundenwunschwandel fest. Und dieser Wandel könnte dieses Jahr besonders deutlich ausfallen. Denn: Es sind die bevorstehenden Sommerferien, die alljährlich zu einer bedeutenden Änderung der Kundenstruktur in Ihrem Ladengeschäft führen. Besonders auffällig wird das immer dann, wenn Stammkunden und Intensivverwender, die bisher die Optik in Ihrem Ladengeschäft prägten, längere Zeit fortbleiben, und sich die Kundenstruktur zugunsten der Gelegenheitskäufer und Schnäppchen-Jäger verschiebt.

Und mit der Änderung der Kundenstruktur ändern sich auch die Wünsche und Erwartungen sowie das Anspruchsdenken der dann optisch überwiegenden Kundschaft. Je eher Sie sich auf den Wandel der Kundenwünsche während der Sommerferienzeit auch dieses Jahr wieder einstellen, umso erfolgreicher könnten Sie sein. 

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel”

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
zurück zur Startseite

„INNOVATIONEN FÜR DIE ZUKUNFT“

Juni 16th, 2016

VAN HEES setzt Herausforderungen in marktgerechte Produktideen um! Heute: Teil vier: DETECT & PROTECT

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
VAN HEES, das für seine große Innovationskraft bekannte Wallufer Unternehmen für Fleischtechnologie, Gütezusätze und Gewürze engagiert sich für Sie unter dem Topic „Innovationen für die Zukunft“. Hierzu werden vier Bereiche fortschrittlicher Fleischverarbeitung thematisiert:

MEAT LIKE, PURE TASTE, LESS IS MORE und DETECT & PROTECT

Im folgenden lesen Sie hierzu Näheres aus Sektor vier: DETECT & PROTECT

Innovationen für die Zukunft – DETECT & PROTECT

 

>center>© Foto: VAN HEES GmbH
       © Foto: VAN HEES GmbH

DETECT & PROTECT – Heutige Lebensmittel wie Fleischwaren oder andere Produkte tierischen wie auch pflanzlichen Ursprungs müssen einer Vielzahl von Anforderungen gerecht werden.

So erfordern die teilweise komplexen Distributionswege lange Haltbarkeiten und ein hohes Maß an Lebensmittelsicherheit. Zugleich sollen Geschmack und Frische über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes erhalten bleiben. Im Gegensatz hierzu stehen die Forderungen der Verbraucher wie auch des Handels, dass Lebensmittel möglichst schonend behandelt, lange frisch sind und dass die Haltbarkeiten ohne den Zusatz von chemischen Konservierungsmitteln erreicht werden sollen. Eine zusätzliche Herausforderung ergibt sich für den Produzenten aus der steigenden Nachfrage nach „reduced/low/no claims“, also Aussagen, mit denen der Verzicht oder die Reduzierung von Fett, Zucker, Salz oder eben auch Konservierungsstoffen beworben wird.

Durch eine verminderte Salz- oder auch Zuckerzugabe entfallen oftmals notwendige „Hürden“, die die Frischhaltung des Erzeugnisses ermöglichen.

Ziel des „DETECT & PROTECT“ Systems ist, dass es neben der Lebensmittelhaltbarkeit und –sicherheit, auch eine Optimierung der Produktqualität und der Herstellungskosten realisiert. Kombiniert mit den entsprechenden Produkten entstehen, unter Berücksichtigung weiterer intelligenter Maßnahmen, kundenindividuelle Lösungen, die den frühzeitigen Verderb von Lebensmitteln sowie den Schutz vor pathogenen Organismen berücksichtigen.


Über VAN HEES:

Seit mehr als 65 Jahren stellt VAN HEES qualitativ hochwertige Gütezusätze, Gewürze, Gewürzmischungen, Convenience-Produkte und Aromen für die Fleischverarbeitung und -veredelung her, die im Handwerk und in der Industrie gleichermaßen eingesetzt und geschätzt werden.

Kurt van Hees erkennt in den 40er Jahren die Vorteile von Lebensmittelphosphaten in der Fleischverarbeitung. Als Pionier auf diesem Gebiet gründet er 1947 die VAN HEES GmbH und entwickelt viele namhafte und patentierte Gütezusätze. Innovative Produkte und neue Technologien stehen seither im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit von VAN HEES.

Das mittelständische Familienunternehmen beschäftigt heute über 400 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte und Lösungen an nationale und internationale Kunden.

Heute werden VAN HEES-Produkte in mehr als 80 Länder weltweit geliefert und das Know-how in fortschrittlicher Fleischverarbeitung durch Schulungen und Seminare an Kunden aus aller Welt weitergegeben. Kundenorientierung, Flexibilität und Zuverlässigkeit kombiniert mit innovativem verantwortungsvollen Handeln sind die Leitlinien von VAN HEES – we know how.

Ihr Ansprechpartner:

Carsten Brinck
Leiter Marketing
Tel: +49 6123 708 168
E-Mail: brinck@van-hees.com

 

Soweit die Mitteilung der VAN HEES GmbH

 

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel”

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
zurück zur Startseite

Links zu

„INNOVATIONEN FÜR DIE ZUKUNFT – Teil drei – LESS IS MORE
„INNOVATIONEN FÜR DIE ZUKUNFT – Teil zwei: PURE TASTE
„INNOVATIONEN FÜR DIE ZUKUNFT“ – Teil eins: MEAT LIKE