Grill-Wetterkarte

März 7, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
in vielen Ihrer Kollegenbetriebe ist bereits im nächsten Monat „Angrillen“ angesagt. Die betreffende Aktion ist in manchen Fleischerei-Betrieben bereits Tradition. Und die ersten Fleischerei-Websites weisen auf den betreffenden Termin bereits heute hin.

Ist Ihr Kunde durch Ihre eigenen Angrill-Aktivitäten  erst einmal fürs Grillen so richtig sensibilisiert, gilt es, ihn durch entsprechend bewährte und/oder neue (Produkt-)Angebote und Serviceleistungen zu binden.

Ein Perma-Link auf Ihrer Website zu einer Wetterkarte wirkt hierbei nachhaltig unterstützend. Motiviert durch die zusätzliche Fragestellung „Grillwetter?“ wird nahezu jeder Link-Nutzer die aufgerufenen Wetterdaten unter Grillwetter-Aspekten interpretieren.

Denn: eine Einladung zum Grillen braucht keinen besonderen Anlass. Vielfach genügt das Vertrauen in das „richtige“ Wetter. Haben Sie auf Ihrer Website – über das „passende“ Wetter – den Kunden-Wunsch zum Grillen erst einmal geweckt, brauchen Sie Ihre Delikatessen zur Wunsch-Erfüllung nur noch „nachzureichen“. Ein Kunde, der über einen Wetter-Link auf Ihrer Website entsprechend emotionalisiert wird, überträgt seine Euphorie nur zu gern auch auf Ihr Produkt-Angebot – und denkt wohl nur in seltenen Fällen daran, den Anbieter zu wechseln. Ein Grillwetter-Link schafft somit einen Zusatznutzen, indem er auch zur Kundenbindung beiträgt.

Andererseits: Lässt das richtige Grillwetter einmal auf sich warten, wird so manch ein Kunde Ihre Website häufiger klicken, bis das Wetter „passt“. Die zwischenzeitlich erhöhte Besucher-Frequenz könnten Sie nutzen, Ihre Kunden für Ihre übrigen Artikel zu begeistern.

Ich grüße Sie herzlich.

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Der informierte Kunde

März 3, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

„Der Einkauf beginnt mit dem Blick ins Internet. Die Informationssuche wird mobil.“ Diese Sätze, gesprochen von Jeanette Huber auf dem 21. Handelsforum OWL in Bielefeld,  sind heute, zehn Monate nach ihrer Formulierung, aktueller denn je. Die Zahl der Internet-Nutzer steigt weiterhin, die Anzahl weiblicher Internet-User nimmt zu  und auch Gruppe der Silversurfer mit ihrem großen Kaufkraft-Potenzial wächst.

Portale, die online Preisvergleiche bei Marken-Artikeln ermöglichen, boomen. Ein mobiler Preisvergleich gar unmittelbar beim Händler per Handy ist inzwischen Alltag.

Das heißt gleichzeitig: eine Vielzahl Ihrer Kunden ist heute bereits gut informiert, lange bevor sie Ihr Ladengeschäft betritt. Denn der Kunde hat sich bereits zuvor –auch auf Websites Ihrer Konkurrenz – über die aktuellen Angebote und Dienstleistungen sachkundig gemacht. Mit anderen Worten: Eine Vielzahl von Kunden, die Ihr Ladengeschäft betritt, ist über Ihr (regionales) Wettbewerbs-Angebot folglich vielfach besser und aktueller informiert als Sie selber.

Bevorzugt besucht werden hierbei Fleischerei-Websites, die regelmäßig gepflegt, aktualisiert werden. Überprüfen Sie deshalb einfach anhand der nachstehenden Fragen, ob Sie dem Kunden Anregung geben, Ihre Website häufiger zu besuchen


a)      Gibt es auf Ihrer Website einen wöchentlich aktualisierten „Mittagstisch“ oder „Menüplan“?

b)      Machen Sie Ihrer Kundschaft im Netz aktuelle „Angebote der Woche“?

c)      Weisen Sie auf „aktuelle Veranstaltungen“ Ihrer Region hin, auf denen Sie, zum Beispiel mit einem eigenen Grillstand, vertreten sind oder sein werden?

Eine regelmäßige Website-Aktualisierung signalisiert Ihrem Kunden nämlich u. a. folgendes:

Der Fleischermeister ist kreativ. Es nutzt die Vorteile der (Grill-)Saison. Er weckt Wünsche, gibt Anregungen oder erregt Neugier. Der Kunde fühlt sich besonders respektiert. Die von Ihnen wöchentlich neu getroffene Produkt-Auswahl erhöht zudem die Wertigkeit Ihres Angebots, da die betreffenden Artikel nur begrenzte Zeit vorgehalten werden. Folge: Der Kunde ist jedes Wochenende wieder aufs neue gespannt auf Ihr neu einzustellendes Angebot der kommenden Woche.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Serie: “Verkaufsförderung durch aktive Kunden-Einbindung” – über die Kommunikation zur Wunsch-Ermittlung und zu neuen Produkten

Februar 27, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

durch den direkten Kontakt zum  Kunden in Ihrem Ladengeschäft haben Sie den unschätzbaren Vorteil, die Erwartungshaltung Ihrer Kundschaft kontinuierlich zu „verinnerlichen“. Je kommunikativer Sie sind, je besser Sie und Ihr Team insbesondere auch dem Kunden zuhören, umso eher können Sie den Wunsch- und Wertewandel der Kundschaft erfassen. Mehr noch: Je besser Sie es verstehen, die Anregungen, die der Kunde Ihnen tagtäglich bewusst oder unbewusst gibt, aufzunehmen, umso eher lassen sich neue Tendenzen oder gar ein Trend erkennen.

So verzichtet man z. B. laut Website-Aussage der Fleischerei Schlacke aus 49162  Bad Essen seit einigen Jahren auf die Verarbeitung von Lactose und Gluten. Und liefert die Antwort auf die Frage nach dem „Warum“ gleich mit: Weil viele Menschen, so habe man als kommunikativer Betrieb gemerkt, unter einer Laktose-Intoleranz litten. Zudem nehme die Zahl der Allergiker auch in Deutschland immer mehr zu.

Unter Orientierung an den Wünschen und Erwartungen dieser ernährungsbewussten Kundengruppe hat dieselbe Fleischerei sodann vor wenigen Wochen (Stand Nov. 2009) Allergenlisten Wurstwaren für die verehrte Kundschaft zum Lesen und Download ins Netz gestellt.

Diese Allergenlisten Wurstwaren reichen von Bratwürstchen über Brühwürstchen bis zu schnittfester Rohwurst und Dauerwurst. Sodann kann dort jeder Kunde durch Gegenüberstellung der jeweiligen Spezialitäten mit „allergenen Stoffen“ online prüfen, in welchem Unfang bzw. ob überhaupt dort allergene Stoffe enthalten sind bzw. enthalten sein könnten

Fazit:

Die betreffende Offenlegung im Netz ist eine ganz besondere vertrauensbildende Maßnahme.

Eine derartige Offenlegung zeugt von professioneller Kunden-Orientierung und zudem von großem Respekt vor dem Kunden. Die Kommunikation mit dem Kunden endet in der Fleischerei nicht an der Theke, sondern begleitet ihn, wenn er möchte, bis in seine Wohnung. Der Kunde spürt deutlich, wie wichtig seine Wünsche und Erwartungen der Fleischerei sind. So fühlt er sich aktiv eingebunden.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Fit im Frühling

Februar 23, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
nach dem schwierigen Jahr 2009 folgen auch noch zwei knallharte, schneereiche Wintermonate Januar und Februar 2010. Nicht nur Sie sind den Winter leid, sondern wahrscheinlich auch die allergrößte Mehrzahl Ihrer Kunden.

Diejenigen unter Ihnen, die mit ihrem Ladengeschäft ein wenig außerhalb der Ballungszentren liegen, – diejenigen unter Ihnen, die somit in Gegenden verkaufen, deren Straßen mangels Split und Streusalz eine Weile schwer passierbar waren, sehnen den Frühling herbei. Denn der Endverbraucher war ob der schlechten Straßenverhältnisse vorsichtig und bevorzugte vorübergehend vielleicht Einkaufsstätten, die relativ komplikationslos oder in Fußläufigkeit zu erreichen waren.

Für manch Einen unter Ihnen gilt es somit, Kunden zurück zu gewinnen.

Hier ist jetzt Ihre meisterliche Kompetenz gefragt, die über rein technische Problemlösungen hinausgeht. Entscheidend hierbei ist, hierzu rechtzeitig die richtigen Themen zu setzen.

Insbesondere in diesem Jahr ist nach dem harten und langen Winter das Saison-Thema Frühling natürlich von ganz besonderer Bedeutung. Dieses Topic sollten Sie rechtzeitig besetzen – und zwar sowohl in der Produkt-Ebene als auch in der Ebene der nach Zielgruppen unterscheidenden Nutzenstiftung.

Die Produkt-Ebene

Nutzen Sie Ihre meisterliche Kreativität und ergänzen Sie Ihre saisonalen Produkt- und/oder Dienstleistungs-Innovationen namentlich mit dem Zusatz FRÜHLING

Die Ebene der Nutzenstiftung für einzelne Kundengruppen

Verdeutlichen Sie im Kundengespräch und im Marketing den Endnutzen, den die jeweilige Kundengruppe durch Annahme Ihres Angebots erhält:

“Fit im Frühling” (natürlich durch Ihre innovativen Produkte) – (Zielgruppe: Ernährungsbewusste, Sportler, Karrieretypen)

“Hochgenuss durch unsere regionalen Frühlings-Spezialitäten”  – (Zielgruppe: lokalpatriotische Feinschmecker)

“Mehr Freizeit im Frühling durch unsere neuen Convenience-Produkte” – (Zielgruppe: Verbraucher mit „Lust auf Neues“ und begrenzter (Frei)-Zeit, die auf Produktqualität und Geschmacksvielfalt nicht verzichten wollen)

Natürlich, so werden Sie bemerken, wird auch der Wettbewerb (inkl. Discounter und Supermärkte) die Frühlingssaison in seine Planungen einbeziehen. Je besser Sie es jedoch verstehen, die Vorteile der Frühlingssaison mit dem Verbraucher-Nutzen aus handwerklicher Fertigung inkl. Tagesfrische (Geschmacksvorteil) und Regionalität zu verbinden und dem Kunden zu vermitteln, umso unverwechselbarer wird Ihr Angebot.

Eine saisongemäße Aktualisierung Ihrer Website wirkt hier unterstützend.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Presseberichte zum neuen Sachbuch “BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2009!”

Februar 19, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
unter dem treffenden Titel

Jahres-Querschnitt aus dem Fleischer-Blog

hatte die afz-allgemeine fleischer zeitung in ihrer Ausgabe Nr. 3/2010 auf Seite 17 das neue Sachbuch

BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2009!

gewürdigt.

Auch DER Metzgermeister informiert in seiner jüngsten Ausgabe Nr. 6 vom 13. Februar 2010 über das Sachbuch. Unter dem Titel

Bundesweit nachgefragt
Das neue Sachbuch „BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2009!“

berichtet die Fachzeitschrift für das Metzgerhandwerk in 2010 bereits zum zweiten Mal über das Werk.

Insbesondere dieses Jahr könnten Ihnen deutschlandweit bereits wieder viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen bestätigen:

Das schwierige Jahr 2009 hat auf Fleischer/Metzger-Blog www.fleischerblog.de  eine ungewöhnlich große Branchen-Kreativität freigesetzt. Die ausgewählten Erfolgsbeispiele, strategischen Empfehlungen und ergänzenden, neuen Schlussfolgerungen des Sachbuchs waren noch nie so wichtig wie heute.

Der Buchpreis: Einmalig € 34,70 verpackt frei Haus (Deutschland, übrige EU-Länder und die Schweiz)

Der Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG, Schongauerstr. 10, D 33615 Bielefeld

Bestellmöglichkeit, Rückgaberecht und weitere Infos: Klicken Sie bitte hier

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Kundenorientierte Innovationen, bilateraler Know-how-Transfer und klare Positionierung als Eckpfeiler des Erfolges unter schwierigen Rahmenbedingungen: VAN HEES – der Geschäftsbericht 2008 liegt vor

Februar 15, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
erfreulicherweise setzt das mittelständische Familienunternehmen VAN HEES GmbH, 65396 Walluf die bewährte Tradition fort, auch für das Jahr 2008, und damit bereits zum dritten Mal in Folge, einen Geschäftsbericht zu veröffentlichen.

Auch für das Bilanzjahr 2008 sorgt man für Vertrauen schaffende Transparenz, indem man die beeindruckenden Zahlen aus der Bilanz zum 31. Dezember 2008 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2008 nicht nur erläutert, sondern die Unternehmensphilosophie, die Erfolgsfaktoren und insbesondere auch die schwierigen Rahmenbedingungen verdeutlicht.
Hierbei waren die Markt- und Wettbewerbsbedingungen auch in 2008 für das Wallufer Familienunternehmen mit seiner Spezialisierung auf die Herstellung und Vermarktung von Gütezusätzen, Gewürzen, Gewürzmischungen, Kräutern, Marinaden, Emulsionen und Aromen durchaus als ausgesprochen widrig einzustufen. Denn: eine zum Teil dramatische Verschärfung der Preissituation wichtiger Rohstoffe traf bereits im Herbst auf die beginnende Finanzkrise, die sich in Kaufzurückhaltung manifestierte.

Hierzu führt der Geschäftsbericht aus:

„Auf breiter Front erhöhten sich die Einstandspreise für organische Säuren, Phosphate, Verdickungsmittel, Sojaprodukte, Geschmacksverstärker und auch Gewürze. Die stark gestiegenen Energiepreise, die beginnende thermische Verwertung von Lebensmitteln als Ölersatz und die weltweite Nachfrage nach Düngemitteln sowie in nicht unerheblichem Maße auch Spekulationen an den Rohstoffmärkten waren die Ursachen für diese in der Form noch nicht erlebten Preissteigerungen.“

Vor diesem Hintergrund sind nachstehende Entwicklungen umso bemerkenswerter:

Die Umsatzerlöse erhöhen sich von € 54.214.739,23 (Vorjahr) auf € 58.638.956,36 (Geschäftsjahr) Das ist eine Steigerung von 8.16%. Hierbei konnte man laut Bericht den Umsatz allein in Deutschland von rund € 34.919.000,00 (Vorjahr) auf rund € 38.582.000,00 (Geschäftsjahr) erhöhen. Letztere Tatsache ist umso beachtenswerter, als in Deutschland die Zahl der Betriebe im Fleischerhandwerk weiterhin rückläufig ist und um 537 auf 16.226 zum Jahresende 2008 sank.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei von € 3.761.361,38 im Jahre 2007 um 32,17 Prozent auf € 4.971.942,82 im Jahre 2008 gestiegen. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von rund € 2.301.000,00 sei vollständig für Investitionen eingesetzt worden, die auch weiterhin wie in den vergangenen Jahres aus Eigenmitteln erfolgen sollen. Die Eigenkapital-Quote ist laut Bericht auch in 2008 nahezu unverändert hoch und beträgt 81,1%. Das Eigenkapital decke das Anlagevermögen und das Vorratsvermögen weiterhin vollständig.

Die Ursachen des Erfolges sieht VAN HEES gemäß Geschäftsbericht in mehreren Sektoren:

  • Eindeutige Focussierung
  • Dr. Fred Siewek (Mitglied der Geschäftsführung) führt hierzu aus:
    VAN HEES habe als mittelständisches Familienunternehmen mit seiner Spezialisierung auf die Herstellung und Vermarktung von Gütezusätzen, Gewürzen, Gewürzmischungen, Kräutern, Marinaden, Emulsionen und Aromen eine klare Focussierung. Zudem sei die Vielzahl innovativer Produkteinführungen in 2008 auf erfreuliche Resonanz in allen Bereichen des Geschäfts gestoßen.
    Man entwickle –so der Geschäftsbericht des Weiteren – seit 60 Jahren innovative Lösungen, damit die Kunden aus dem Fleischerhandwerk, der mittelständischen Fleischwirtschaft und der Fleischwarenindustrie mit ihren Produkten erfolgreich seien.

  • Klar umrissene strategische Zielsetzung
  • Es sei das erklärte Ziel des Unternehmens, „technologischer Marktführer als Zulieferer für fleischverarbeitende Unternehmen zu werden“.

    Focussierung und strategische Zielsetzung werden sodann im Geschäftsbericht des Weiteren wie folgt argumentativ untermauert:

  • Bilateraler Know-how-Transfer
  • Den Bedürfnissen und Wünschen seiner Kunden begegne man mit stetigen Entwicklungen und bilateralem Know-how-Transfer zur Optimierung des Produktsortiments. Zudem stelle das VAN HEES-Qualitätsmanagement die Herstellung von einwandfreien, qualitativ hochwertigen Erzeugnissen sicher

  • Generationen übergreifende Kontinuität in der Geschäftsführung
  • Im Februar des Jahres 2008 ist gemäß Bericht die Gesellschafterin Julia van Hees in die Geschäftsführung der VAN HEES GmbH eingetreten. Die Enkelin des Firmengründers Kurt van Hees ist Diplom-Kauffrau und engagiert sich vorrangig in Fragen der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

  • IFS (International Food Standard)-Rezertifizierung
  • Erneut habe man die IFS (International Food Standard)-Rezertifizierung für die beiden Standorte Walluf und Wuppertal auf höchstem Niveau erhalten.
    Ferner sei VAN HEES in 2008 von externen Stellen erfolgreich „Halal“ rezertifiziert worden.

  • Qualifizierung der Mitarbeiter/Innen
  • Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer sei zum Jahresende 2008 um 12 auf 242 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Auch im Jahr 2008 seien die Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Schulungsmaßnahmen weiter qualifiziert worden.

  • Sachinvestitionen
  • Unter konsequenter Verfolgung der erläuterten Zielsetzung beginnen am 15. Oktober 2008 die Ausschachtungsarbeiten für die neue Flüssigproduktion der VAN HEES GmbH am Standort Walluf. Gemäß Geschäftsbericht wird auf einer Fläche von 400 qm, über drei Ebenen ein Produktionsgebäude errichtet, das höchsten Hygieneanforderungen gerecht wird und in den Produktions- und Abfülllinien zur Herstellung der VAN HEES Flüssigprodukte installiert wird.

  • Moderate Preisanpassungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen
  • Trotz dramatischer Verschärfung der Preissituation wichtiger Rohstoffe habe man durch „weitsichtige Planung des Bedarfs, Kontraktvereinbarungen und rechtzeitigen Abbau strategischer Bestände“ wirksame Mittel zur Milderung dieser allgemeinen Preisentwicklung gefunden. Trotzdem notwendige Preisanpassungen seien deshalb moderat ausgefallen.

  • Innovative Form einer „Convenience-Show“
  • Das Ziel, Auszubildenden des Fleischerhandwerks das aktuelle Thema Convenience auf eine neue, bisher unbekannte Art nahe zu bringen, habe sich als unglaublich erfolgreich erwiesen.
    Unter dem Thema „Lust auf Erfolg – das Auge isst mit“ seien in Zusammenarbeit mit Berufsschulen und Innungen nicht nur Fachkenntnisse vermittelt worden, sondern es sei gleichzeitig gezeigt worden, wie ein attraktiver Gesamteindruck für die Präsentation von Lebensmitteln erreicht werden könne.

  • Auslands-Aktivitäten
  • Am 01. September sei in Frankreich, in Cambrai ein neues Service- und Logistikzentrum eingeweiht worden. Im französischen Forbach seien ebenfalls im September ein neues Logistikzentrum und weitere Büroflächen eingeweiht worden. Zudem sorge dort eine Erweiterung der Lagerkapazitäten für eine schnellere operative Abwicklung der Kundenaufträge.

    Des Weiteren widmet der Geschäftsbericht den Rahmenbedingungen Raum und formuliert hierzu:
    Der Erfolg werde auch in Zukunft neben volkswirtschaftlichen Faktoren und dem Marktverhalten der Kunden von branchenspezifischen Entwicklungen wie Konsumverhalten, Geschmacks- und Nahrungsmittelpräferenzen sowie dem Wettbewerb beeinflusst. Er schließt mit einem Prognosebericht, der die ehrgeizigen Ziele des Wallufer Gewürzunternehmens wie folgt darstellt:

  • Prognosebericht
  • Durch Prozessoptimierung, Kapazitätserweiterung, angemessene differenzierte Preiserhöhungen und verstärkte Vertriebs- und Marketinganstrengungen im In- und Ausland werde man versuchen, den widrigen Marktbedingungen zu begegnen.

    Dem weiteren Rückgang der Anzahl der Fleischerei-Handwerksbetriebe werde man wie im Vorjahr durch neue Produkte, intensive Kundenbetreuung und durch Werbung von Neukunden begegnen, um den Marktanteil nachhaltig ausbauen zu können.

    Den Verlauf der Geschäftsentwicklung beurteile man weiterhin positiv.

    Soweit wesentliche Auszüge aus dem Geschäftsbericht 2008 der VAN HEES GmbH

    Welchen Nutzen können oder könnten Sie als Fleischer/Metzgermeister daraus ziehen?

    Als handwerklich strukturierte Fleischerei/Metzgerei gehören Sie mit Ihrem Betrieb zu einer der wichtigsten Zielgruppen der VAN HEES GmbH

    Da der technologische Know-how-Bedarf auch Ihrer Fleischerei aufgrund des fortschreitenden Wünsche- und Wertewandels des Endverbrauchers wächst, bietet die geschilderte Positionierung bzw. Spezialisierung des mittelständischen Unternehmens offensichtlich für Sie die besten Voraussetzungen, Ihr Geschäft auch in schwierigen Zeiten zu entwickeln

    Der Geschäftsbericht 2008 ist der inzwischen dritte seiner Art. Durch Offenlegung von Aktivitäten, Planungen und Zielsetzungen gibt VAN HEES gleichzeitig auch einen Einblick in Unternehmensphilosophie, Struktur und Bonität. Der Geschäftsbericht 2008 signalisiert hier vor allem eins: Unternehmenskultur ist bei VAN HEES kein Schönwetter-Thema. Dort hält man seine Werte ein. Dem Unternehmen können Sie vertrauen.

    Man erwartet offensichtlich einen enger werdenden Markt. Sie bleiben oder werden ein wichtiger Partner. Die Intensität der Kundenbetreuung könnte zunehmen.

    Das Wallufer Unternehmen denkt darüber hinaus zielgruppen-übergreifend. Man orientiert sich in seinen Zielsetzungen auch an der Ihrer Fleischerei/Metzgerei vorgelagerten Zielgruppe, nämlich am Endverbraucher, IHREM Kunden. Denn letztlich sind Sie mit VAN HEES-Produkten umso erfolgreicher, je besser Sie das Konsumverhalten der Zukunft erahnen und je besser Sie Geschmacks- und Nahrungsmittelpräferenzen Ihrer Kundschaft bedienen.

    In dem Zusammenhang verstehen sich die Außendienstler der VAN HEES GmbH in erster Linie als Berater, die auf der Basis gegenseitigen Vertrauens einen „bilateralen Know-how-Transfer“ pflegen. D. h. Ihre Wünsche, die sie als Fleischermeister natürlich auch an den Erwartungen Ihrer Kunden orientieren, werden genau wie die Anregungen Ihrer Kollegen in einem Ideen-Pool gesammelt und ausgewertet. Hierdurch sind dem mittelständischen Unternehmen die besten Voraussetzungen gegeben, Produkt-Innovationen auch in Zukunft zu Ihrem Vorteil von Anfang an „kundengerecht“ zu entwickeln.

    Mit der Investition in die Flüssigproduktion signalisiert VAN HEES, welch große Bedeutung man den Convenience-Produkten beimisst. Da es sich hier um eine weit reichende Unternehmer-Entscheidung eines bedeutenden Unternehmens handelt, sollten Sie Ihre derzeitige Positionierung auf dem Sektor Convenience-Produkte vielleicht einmal überprüfen.

    Ihren Fleischerei-Kunden, den Endverbraucher hat das Gewürzunternehmen auch dann zielgruppen-übergreifend im Focus, wenn man in 2008 erstmals eine vollständig neue „VAN HEES Convenience-Show – das Auge isst mit“ vorstellt. Mit diesem Workshop-Seminar-Konzept soll das Berufsbild des Fleischers einerseits für den Fleischer-Nachwuchs attraktiv gemacht und andererseits für die Öffentlichkeit ins rechte Licht gerückt werden. Da sich bereits die erste Veranstaltung als ausgesprochen erfolgreich erwies, hat man bei VAN HEES daraus eine Event-Reihe entwickelt, die quer durch Deutschland vorgestellt wird. Da gemäß Geschäftsbericht bereits in 2008 drei Fernsehsender die Shows aufnahmen und in ihren Programmen sendeten, kommt die VAN HEES-Initiative auch der positiven Wahrnehmung Ihrer Fleischerei zugute.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

    Im Interesse der Fleischer/Metzger-Branche und des qualitäts- und preisbewussten Verbrauchers: DER FEINSCHMECKER präsentiert “Die 400 besten Metzger Deutschlands”

    Februar 12, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Hamburg. Das Magazin DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG hat in einem aufwändigen Verfahren mehrere hundert Fleischer/Metzger aus ganz Deutschland getestet. Wie der Verlag dazu mitteilt, war der erste Prüfstein eine Jagdwurstprobe, die von einer Expertenjury blind verkostet wurde. Das maßgebende Beurteilungskriterium war der Geschmack. Anschließend wurden die bestbenoteten Fleischereien/Metzgereien anonym von Testpersonen besucht, die –ganz im Sinne des Kunden- sich vor Ort einen Eindruck über meisterliche Qualifikation, Waren-Präsentation sowie individuelle Beratung verschafften und Testkäufe durchführten.

    Mit der aktuellen März-Ausgabe (EVT: 10. Februar 2010) liegt jetzt das Ergebnis in einer praktischen Broschüre vor. Die 400 besten Metzger werden dort mit Adressen und Öffnungszeiten, einer Kurzbeschreibung und ihren Spezialitäten aufgeführt. Die Broschüre wird thematisch durch eine informative Warenkunde ergänzt – und könnte zu einem wahren “Metzger-Guide” Deutschlands werden.

    Fazit:
    Die Initiative des JAHRESZEITEN VERLAGES kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, gibt sie doch der ganzen Branche eine willkommene Gelegenheit, sich für Fleisch- und Wursteinkauf als hochgeschätzte Anlaufstelle des qualitäts- und preisbewussten Verbrauchers zu profilieren.

    a) Diejenigen unter den Fleischern/Metzgern, die im Jahre 2010 in den erlesenen Kreis der „400 besten Metzger Deutschlands“ aufgenommen wurden, haben jetzt die Möglichkeit, sich gegenüber ihrer verehrten Kundschaft infolge dieser Auszeichnung ganz besonders zu präsentieren. Hierzu zählen u. a.

  • Erstellung und Auslage eines Auszeichnungs-Sonderdrucks
  • Website-Aktualisierung
  • Vorhalten der Broschüre, in der die 400 besten Metzger Deutschlands gelistet werden
  • Präsentation der exklusiven FEINSCHMECKER-URKUNDE im Ladengeschäft
  • Die Landfleischerei Carsten Neumeier aus 37235 Hess.-Lichtenau-Walburg hat darüber hinaus am 09. Februar 2010 anlässlich ihrer Auszeichnung gar einen Sonder-Newsletter für ihre Kundschaft aufgelegt. Und die ebenfalls ausgezeichnete Metzgerei DER LUDWIG aus 36381 Schlüchtern hat eine eigene Pressemitteilung in Umlauf gebracht.
  • b) Diejenigen unter den Fleischern/Metzgern, die dieses Jahr vom JAHRESZEITEN VERLAG nicht in die engere Wahl gezogen wurden, sollten ihre Kundschaft bitten, dem Magazin auch künftig besondere Aufmerksamkeit zu widmen; denn: die Magazin-Redaktion pflegt alljährlich weit im zeitlichen Vorfeld, Sie, den Endverbraucher in einer ihrer Sommer-Ausgaben zu bitten, ihr Ihren Lieblings-Metzger zu benennen. Je mehr qualifizierte Vorschläge zu Gunsten eines Metzgers dort eingebracht werden, umso größer ist offenbar dessen Chance, um eine Wurstprobe gebeten zu werden und am Auswahlverfahren teilzunehmen.

    Ich grüße sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

    Kundenpflege durch “Winterliches Glühweintrinken für Wiederverkäufer”

    Februar 10, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Es ist mir immer wieder eine besondere Freude feststellen zu können, welch ungewöhnliche Wirkung zielgruppen-gerichtete Kreativität und konsequente Initiative bei der Ideen-Umsetzung erzielen.
    Die Landfleischerei Carsten Neumeier in 37235 Hess.-Lichtenau-Walburg fährt mehrere Verkaufsschienen. Zum einen verkauft der Betrieb über Ladengeschäft und Onlineshop. Zum anderen bedient man seit geraumer Zeit auch erfolgreich Supermärkte der Region, die man mit der eigen hergestellten „Ahle Wurscht“ (www.ahle-wurscht.de) und seit kurzem auch mit seinem handwerklich hergestellten Fleischkäse beliefert, der als „Hess.-Walburger Fleischkäse“ (www.mywalburger.de) zunächst einmal die Lokalpatrioten der Region überzeugen soll.

    Hierzu galt es, insbesondere die Wiederverkäufer/Innen an den Supermarkt-Bedientheken besonders einzubinden und entsprechend zu motivieren. Die mit jüngsten Einladungen in seine AHLE-WURSCHT-SCHEUNE erzielte gute Resonanz ließ bei Carsten und Carina Neumeier den Plan reifen, in der Scheune zu einem „winterlichen Glühwein-Trinken mit Verkostung“ einzuladen. Als Besichtigungs- und Verkostungs-Termin wurde ganz bewusst ein Sonntag, nämlich der 31. Januar anberaumt. Die Einladungen wurden rechtzeitig überreicht – und mit Begeisterung angenommen.

    Erfolgsgründe


    Die Neumeiersche AHLE-WURSCHT-SCHEUNE, wo die Neumeierschen AHLE WÜRSCHTE reifen, ist selbst für Leute „vom Fach“ eine besondere Attraktion.
    Der Sonntag als Besichtigungs- und Verkostungs-Termin trennte die Spreu vom Weizen; -
    es kamen die wirklich Motivierten und Interessierten. Kaum jemand ließ sich von winterlichen Straßenverhältnissen und niedrigen Temperaturen abschrecken.
    Carsten Neumeier konnte die Gelegenheit nutzen, während der Verkostung ungezwungen zusätzliche Erläuterungen zu seinen Produkten zu geben, die die Beteiligten gern „registrierten“ und ihrerseits im Kundengespräch weiter vermitteln können.
    Die bei der Gelegenheit avisierte Berichterstattung auf Fleischer/Metzger-Blog sorgte für besondere Aufmerksamkeit.
    Hierbei erhöht insbesondere der „Hess.-Walburger“ Fleischkäse bei den regionalen Wiederverkäufern den Regional- oder Lokalstolz. Denn diese können jetzt das Lokalprodukt im Verkauf mit Sonder-Informationen „auffüllen“, da sie den Fleischermeister inkl. Betrieb und Umfeld (AHLE-WURSCHT-SCHEUNE) kennen und zudem mit einem geselligen Beisammensein verbinden.
    Die Kunden-Frequenz in den umliegenden Supermärkten wirkt bei der Mund-zu-Mund-Propaganda wie ein Multiplikator.
    Ein Effekt wurde auch hier wieder ganz besonders deutlich:
    Eine weitestgehend homogene (Teil-)Zielgruppe, wie hier die Gruppe der Wiederverkäufer ermöglicht es Ihnen als Fleischermeister, sich mit Angebot und Argumentation auf die – überwiegend identische- Erwartungshaltung der Gruppe bestens einzustellen.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

    “Machen Sie sich drauf gefasst: Der Kampf um die Vorherrschaft bei der Besetzung des “Regionalitäts-Begriffs” wird härter!”

    Februar 6, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Sicherlich werden Sie mir sowohl als Endverbraucher von Lebensmitteln wie auch als Fleischer/Metzgermeister bestätigen: Der Trend zu „regionalen Produkten“ oder zu Produkten „regionaler Herkunft“ ist unverkennbar. Diesen Trend hatten und haben sich die allermeisten Fleischereien/Metzgereien Deutschlands insbesondere in solchen Gegenden zunutze gemacht, die in den so genannten (Tierbestands-)“Speckgürteln“ Deutschlands angesiedelt sind. Insbesondere solche Fleischereien können mit Argumenten wie „Umweltschutz durch kurze Tiertransportwege“, „Provenienz-Sicherheit durch Regional-Einkauf“ und Marketing-Slogans wie „Aus der Region für die Region“ beim lokalpatriotisch eingestimmten Endverbraucher punkten. D. h. die Produktion und der Verkauf regionaler oder regional-typischer Erzeugnisse sind von jeher eine Domäne einer handwerklich strukturierten, inhabergeführten Fleischerei/Metzgerei.

    In letzter Zeit jedoch häufen sich die Versuche von Supermärkten bzw. Supermarkt-Betreibern, in diese Domäne einzubrechen. Da der Begriff „Region“ in Deutschland nicht exakt definiert ist, und Supermärkte eine „Region“ somit zwar nicht unbegrenzt weit aber doch relativ weit fassen können, gehen viele Supermarkt-Betreiber dazu über, Ihr Sortiment an überregional eingekauften Artikeln durch „regionale“ Produkte zu ergänzen. So erklärte mir jüngst ein Supermarkt-Betreiber aus dem Niedersächsischen im persönlichen Gespräch seine derzeitige Verkaufs-Philosophie, gemäß welcher bei ihm „Regionalität inzwischen ganz groß geschrieben würde“.

    So gehen Supermärkte vielfach dazu über, regionale Betriebe über deren Produkte deutlich in ihren Regalen Ihnen, dem Endverbraucher „vorzustellen“.

    Die WEZ-Märkte der Karl Preuß GmbH & Co in 32423 Minden haben ihren Standort-Schwerpunkt in Ostwestfalen/Lippe. Sie kennzeichnen ihre entsprechenden „Produktgruppen mit Hinweiselementen an und auf dem Preisetikett mit „aus unserer Region““.  Ferner ist auf der WEZ-URL http://wez.wezette.de unter Sortiment „regional und exklusiv“ für den Endverbraucher auch deutlich gelistet, wo die Lebensmittel regionaler Erzeuger herkommen. Und so manch ein WEZ-Markt ist laut Medienberichten gar mit Motiven regionaler Vereine “dekoriert”.

    Was also könnten Sie  als Fleischer/Metzgermeister tun, bzw. wie könnte ein Fleischer/Metzgermeister Sie als Endverbraucher auch in Zukunft besonders erfreuen?

    Die Eingrenzung = relativ enge Fassung Ihrer Region, ergänzt durch phantasievolle, lokale Namensgebungen von Fleischereiprodukten sind ein erster Ansatzpunkt, die Supermärkte-Angriffe zu unterlaufen. (Vgl. hierzu den Fleischer/Metzgerblog-Beitrag „Die Verwässerung des Regionalitäts-Begriffs“ inkl. Kommentare vom 20. November 2009.) Des Weiteren könnten Sie als Fleischermeister Ihre meisterliche Kreativität einbringen, Ihre regionalen/lokalen Produkte durch Hinweis auf handwerkliche (Tages-)Frische unverwechselbar zu machen. Auch könnte zusätzlich ein regionales Convenience-Produkt mit handwerklicher (Tages-)Frische eine profilierende Nutzen-Kombination bewirken, die an den  Lokal-Patriotismus des Kunden appelliert und zudem Zeitgewinn und Geschmacksvorteil verspricht.

    Ich grüße Sie herzlich

    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

    Serie: “Verkaufs-Förderung durch aktive Kunden-Einbindung” – Eine Wurstscheune als ideale Anlaufstelle – Teil zwei

    Februar 2, 2010 von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

    Wie nicht anders zu erwarten war, hat Carsten Neumeier aus der Landfleischerei Neumeier in 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg Wort gehalten und der Blog-Moderation umgehend Foto-Material zum 28.-Januar-Event „Workshop für Führungskräfte in der Neumeier-Ahle-Wurscht-Scheune“ gemailt (Fleischer/Metzger-Blog berichtete in einer Beitrags-Vorschau vom 13. Januar 2010).

    Heute gilt es, Ihnen als Endverbraucher/Kunde oder als Fleischermeister-Kollegen auch einen visuellen Eindruck zu vermitteln, mit welcher Begeisterung die Anregungen des Carsten Neumeier von den Führungskräften aufgenommen und umgesetzt wurden.

    Wie bereits erläutert wurde, sind am 28. Januar 2010 internationale Führungskräfte eines europäischen Großbetriebes der Region Nordhessen zum Workshop geladen. Die Führungskräfte kommen aus den Ländern Italien, Niederlande, Skandinavien und Deutschland.

    Gegen Mittag des Workshop-Tages schlachtet Carsten Neumeier ein Schwein.
    Gegen 17 Uhr sind alle Workshop-Teilnehmer/Innen erwartungsvoll versammelt. Es gilt für einen jeden der Teilnehmer, unter fachmännischer Anleitung drei Ahle-Würschte zu füllen.

    Hierzu löst ein Geselle unter den Augen der Workshop-Teilnehmer im Betrieb ein halbes Schwein aus. Bei der Gelegenheit erläutert Carsten Neumeier den interessierten Gästen die einzelnen Zerlege-Stufen. Hierbei wird ihnen deutlich gemacht: „In die Ahle-Wurscht kommt stets das ganze Schwein; d.h. auch die Edelteile aus der Keule und aus dem Rücken“.

    Und dann ist es soweit, jeder der Teilnehmer bekommt eine Schürze mit Aufdruck überreicht, der an das Event erinnern soll. Es gilt für jeden, die erste Stracke zu füllen.

    “Carsten Neumeier mit Workshop-Teilnehmern an der Mengemulde”

    © Copyright Foto: Landfleischerei Neumeier, 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg

    Das von den Teilnehmern zerkleinerte Fleisch wird in der Mengemulde von Carsten Neumeier ausschließlich mit Naturgewürzen gemengt. Sodann wird 54prozentiger Rum hinzugefügt. Befragt nach der Begründung für die letztere Maßnahme, erläutert er, das habe sich seit Generationen so bewährt, denn „auch schon sein Opa habe das so gemacht“.

    “Die ersten Workshop-Teilnehmer an der Mengemulde in Aktion”

    © Copyright Foto: Landfleischerei Neumeier, 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg

    Niemand ziert sich: Die ersten Workshop-Teilnehmer lassen es sich nicht nehmen, an der Mengemulde aktiv zu werden.


    “Carsten Neumeier mit Workshop-Teilnehmern am Wolf”

    © Copyright Foto: Landfleischerei Neumeier, 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg

    Das unter fachmännischer Anleitung sorgfältig gemengte Fleisch wird anschließend im Wolf zu Hackfleisch zerkleinert.


    “Es ist vollbracht – Der Meister begutachtet die erste Stracke”

    © Copyright Foto: Landfleischerei Neumeier, 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg

    Jetzt gilt es für jeden einzelnen der Teilnehmer, die erste Ahle-Wurscht persönlich zu füllen. Der Meister begutachtet, offensichtlich hochzufrieden, die erste Stracke eines Workshop-Teilnehmers.
    Nachdem die Ahle-Wurscht-Produktion abgeschlossen ist, geht es in die Ahle-Wurscht-Scheune. Die Besonderheiten der Scheune und der Hausschlachtung werden von Carsten Neumeier erläutert. Anschließend folgen geselliges Beisammensein und Verkostung.

    “Geselligkeit durch Ahle-Wurscht-Herstellung”

    © Copyright Foto: Landfleischerei Neumeier, 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg

    Carina Neumeier (vorn links) beobachtet interessiert, wie die Workshop-Herstellung der Ahle-Wurscht die Geselligkeit und (internationale) Zusammenarbeit fördert.

    “Der Meister hat “alles im Griff”!”

    © Copyright Foto: Landfleischerei Neumeier, 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg

    Carsten Neumeier, jetzt unverwechselbar gestylt mit Hut, genießt die Zufriedenheit seiner Gäste.

    “Die selbst hergestellte Ahle-Wurscht- für die nächsten Monate in unerreichbaren Höhen”

    © Copyright Foto: Landfleischerei Neumeier, 37235 Hessisch-Lichtenau/Walburg

    In der Ahle-Wurscht-Scheune beobachten Workshop-Teilnehmer, wo ab jetzt hoch oben die jeweils drei eigen-hergestellten und mit persönlichem Namens-Etikett versehenen Ahle-Würschte die nächsten Monate reifen werden.

    Fazit:

    Ohne Frage ist es Carsten und Carina Neumeier mit ihrem Workshop-Konzept in der “Ahle-Wurscht-Scheune” gelungen, den Teilnehmern durch aktive Einbindung in den Wurstherstellungsprozess ein unverwechselbares Erlebnis zu vermitteln. Ein jeder der Teilnehmer, so Carsten Neumeier, habe mit Begeisterung mitgemacht, gelegentliche Sprachbarrieren unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen seien problemlos übersprungen worden. Ein jeder habe das zum Schluss überreichte Teilnahme-Zertifikat sorgsam eingesteckt. Auch lege man Wert darauf, die „Workshop-Schürze“ (nach erfolgter Reinigung) zugeschickt zu bekommen. Das alles zusammen genommen ist Kunden-Begeisterung pur. Motiviert durch einen derartigen Erfolg sind Carsten und Carina Neumeier in ihrer Idee bestärkt worden, den Ahle-Wurscht-Scheunen-Workshop zu einer Event-Reihe auszubauen.

    Als Fleischer/Metzgermeister könnte Ihnen die obige Darstellung einen Anreiz geben, Ihrerseits im Rahmen Ihrer Möglichkeiten über ein „Event mit aktiver Kunden-Einbindung“ verstärkt nachzudenken. Als Endverbraucher/Kunde sollten Sie nicht länger überrascht sein, wenn auch in Ihrer Region die Zahl der Fleischereien/Metzgereien wächst, die Sie mit besonderen Events erfreuen möchten.

    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)